Theater

Männer in der Krise: Die Wühlmäuse starten Sommerbespielung

Ob die Enten mit ins Wasser dürfen, wissen wir nicht.

Auf jeden Fall sollen sie auf die Bühne kommen. Darum bittet Regisseur Matthias Freihof, der am Montag im Kabarett-Theater Die Wühlmäuse „Mann über Bord“ probt. Die Produktion, angekündigt als „musikalische Midlife-Krise“, hat heute ihre Berlin-Premiere, sie läuft als Sommerbespielung bis zum 17. August in den Wühlmäusen. Freihof ist ganz froh, dass die Fußball-Weltmeisterschaft vorbei ist, darunter litt das gerade beendete Gastspiel in Frankfurt/M. etwas, wie er im Gespräch nach der Probe einräumt. Also gute Voraussetzungen für den mehrwöchigen Auftritt in der Hauptstadt, zumal die staatlichen Bühnen in den Sommerferien sind und damit die Konkurrenz etwas geringer ist.

„Mann über Bord“, geschrieben von Robert und Ulrike Brambeer, dreht sich um vier Männer, die auf die 50 zugehen oder sie schon erreicht haben. Ein Alter, in dem gern über das eigene Leben reflektiert und darüber nachgedacht wird, ob es das jetzt war oder ob man noch mal durchstarten soll. Das tun auch die vier alten Schulfreunde, vordergründig aber geht es bei dem gemeinsamen Wochenende am Bodensee inklusive Angeln eher darum, Spaß zu haben. Naturgemäß spielt die Natur nicht wirklich mit, die Fische sind beißfaul, die Mücken stechfreudig und gewittern tut es auch noch. Aber für Probleme gibt es Lösungen – Gesang löst jede vertrackte Situation. Die vierköpfige Band Die Wathosen sitzt hinter Schilfhalmen und spielt live bekannte Songs aus den 60er- bis 90er-Jahren wie „I will survive“ oder „Eye of the Tiger“. Mit neuen deutschen Texten, die von den vier Schauspielern René Hofschneider, Simon van Parys, Stephan Bürgi und Jens Schnarre gesungen werden. Auch choreografisch macht das Quartett auf dem Steg und im Boot keine schlechte Figur.

Die Wühlmäuse, Pommernallee 2-4, Charlottenburg. Tel: 30 67 30 11.Termine: 16. Juli–17. August.