Sanierung

Wieder kein Termin für Eröffnung der Staatsoper genannt

Nach mehrfachem Aufschub verzögert sich die Sanierung der Berliner Staatsoper offenbar weiter.

Entgegen ihrer Zusage nannte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Mittwoch vor den Bau- und Kulturexperten des Abgeordnetenhauses erneut keinen Termin für die Wiedereröffnung des renommierten Hauses Unter den Linden. Sie sei aber zuversichtlich, bis Ende des Jahres einen verbindlichen Fahrplan für die Rückkehr der Oper in ihr Stammhaus vorstellen zu können.

Anfang des Jahres hatte die Bauverwaltung zugesagt, bis zum Frühjahr einen Wiedereröffnungstermin zu nennen. Auch zu neuen Kostenschätzungen machte Lüscher keine Angaben. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten schon 2013 abgeschlossen sein. Die Hauptprobleme, die zur Verzögerung führen, liegen vor allem im Haupthaus rund um die Dichtungswanne und die Bühne. Der Termin der Wiedereröffnung wurde bereits mehrfach verschoben. Seither residiert das Ensemble der Staatsoper in der Ausweichspielstätte Schiller-Theater. Intendant Jürgen Flimm hat dieser Tage seinen Vertrag bis 2017 verlängert. Er wolle den Umzug und das erste Jahr im neuen Haus leiten, sagte er der Morgenpost. Bis dahin soll sein Vertrag verlängert werden. Er hat durchgesetzt, dass bereits auf der Baustelle Veranstaltungen des Staatsopern-Ensembles stattfinden. Im früheren Orchesterprobensaal läuft noch mehrmals seine Inszenierung von Sciarrinos Oper „Macbeth“. Darüber hinaus finden Baustellenkonzerte am 26. und 29. Juni statt.