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Pressemuseum will Robert Lebecks Sammlung ausstellen

Das in Berlin geplante Deutsche Pressemuseum will die „Kiosk-Sammlung“ von Robert Lebeck zeigen.

Die Sammlung zur Geschichte der Fotoreportage umfasse 30. 000 Exponate in Form von Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen, wie der Museumsverein am Freitag mitteilte. Lebeck, einer der großen deutschen Fotoreporter der Nachkriegszeit, war am Sonnabend im Alter von 85 Jahren in Berlin gestorben. Seine Bedeutung als Sammler sei noch weitgehend unbekannt, hob das Museum hervor.

Lebeck gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Museums. Es soll im Ullsteinhaus auf rund 1000 Quadratmetern die Tradition Berlins als Zeitungsstadt und die deutsche Pressegeschichte nachzeichnen – die erste Ausstellung ist 2015 geplant. Das Museum würde die Sammlung Lebecks laut der Mitteilung gerne erwerben, um sie in seiner Heimatstadt zu halten, auszustellen und wissenschaftlich zu erschließen.

Seine letzte Ausstellung, die er noch schwer krank besuchen konnte, hatte Lebeck in der Fotogalerie Johanna Breede in der Fasanenstraße. Kaum ein wichtiger Politiker oder interessanter Künstler, der nicht von ihm fotografiert wurde: Adenauer mit einem Auge, Brandt auf einem Esel, Beuys, Kinski und Romy Schneider bei Dreharbeiten in Berlin. Lebeck schaffte es, Romy auch jenseits des Sets zu fotografieren. Sie muss dem Mann mit der Kamera sehr vertraut haben.