Trauer

Dirigent Rafael Frühbeck de Burgos gestorben

Er galt als Dirigent alter Schule, übertraf aber viele jüngere Kollegen an Vitalität. Rafael Frühbeck de Burgos lehnte Starrummel ab und wollte immer nur ein „guter Profi und Kapellmeister sein“.

So hat er es einmal in einem Interview kurz vor seinem 75. Geburtstag ausgedrückt. Erst vor wenigen Tagen gab der schwer erkrankte Dirigent seinen Rückzug aus der Musikwelt bekannt. Am Mittwoch ist der Spanier mit deutschen Wurzeln im Alter von 80 Jahren in Pamplona gestorben.

Frühbeck stammte aus Burgos, die Stadt nahm er später in seinen Namen auf. „Als ich 6 oder 7 war, wollte ich Musik machen. Da haben mir meine Eltern eine Geige gekauft“, beschrieb er die Anfänge seiner Karriere. An den Konservatorien in Bilbao und Madrid studierte er später Violine, Klavier und Komposition. In München folgte n och ein Dirigentenstudium – Frühbeck schloss mit summa cum laude und dem Richard-Strauss-Preis ab. Das Rüstzeug für eine Karriere war gelegt.

„Wir verneigen uns vor seiner bis vor kurzem nicht erlahmenden Künstlerschaft und bewahren ihm ein ehrendes Andenken“, sagte Dietmar Schwarz, Intendant der Deutschen Oper in Berlin, dessen Generalmusikdirektor rühbeck de Burgos zwischen 1992 und 1997 war. Frühbeck de Burgos Lieblingswerk seien die „Meistersinger“ gewesen, die er zusammen mit Götz Friedrich in seiner ersten Spielzeit herausbrachte. Das Stück ist noch heute im Repertoire.