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Kunst: Marina Abramovic beginnt 512-Stunden-Performance ++ Literatur: Türkisches Gericht genehmigt Berufungsantrag ++ TV-Quoten: Sender punkten mit Unwetter-Sondersendungen

Marina Abramovic beginnt 512-Stunden-Performance

Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic hat am Mittwoch ihre Aktion „512 Hours“ (512 Stunden) in London gestartet. Vor Beginn bildeten sich bereits lange Schlangen vor der Serpentine Gallery. Abramovic will bis zum 25. August an sechs Tagen pro Woche und acht Stunden am Tag in der Galerie anwesend sein und dort mit den Besuchern in Kontakt treten. Sie hat dabei weder ein Konzept noch ein Skript: „Mein zentrales Material wird die Öffentlichkeit sein.“ Abramovic ist für extreme Performances bekannt. So verbrachte sie 2002 zwölf Tage in einem gläsernen Pavillon, aß nicht, sprach nicht, trank nur Mineralwasser und ging dreimal täglich vor den Augen der Besucher duschen.

Türkisches Gericht genehmigt Berufungsantrag

Das oberste Gericht in Ankara hat der Berufung der zu lebenslanger Haft verurteilten Schriftstellerin Pinar Selek , 42, stattgegeben. Der Fall wird neu verhandelt, berichteten türkische Medien am Mittwoch. „Wir sind erleichtert. Das ist ein unerhörter Justizskandal, der sich über 16 Jahre hingezogen hat“, sagte die Generalsekretärin von PEN-Deutschland, Regula Venske. Die kritische Soziologin Selek wurde als Bombenlegerin beschuldigt, seit es 1998 auf einem Markt in Istanbul zu einer Explosion mit sieben Toten kam. Nach drei Freisprüchen war die im französischen Exil lebende Autorin im Januar 2013 in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Sender punkten mit Unwetter-Sondersendungen

Mit Sondersendungen über das Unwetter in Nordrhein-Westfalen haben die Fernsehsender am Dienstagabend den Nerv der Zuschauer getroffen. Am stärksten war der ARD-„Brennpunkt“, den 5,79 Millionen Zuschauer um 20.15 Uhr sahen. Das „RTL aktuell spezial: Sturmfront über Deutschland“ erreichte um 19.10 Uhr 3,44 Millionen Zuschauer, die Sendung „ZDF spezial: Wetterchaos in Deutschland“ um 19.20 Uhr 3,26 Millionen Zuschauer. Zur Hauptsendezeit setzten sich die ARD-Serien durch: Das neue Format „Paul Kemp – Alles kein Problem“ startete mit 4,70 Millionen, danach sahen 5,25 Millionen Zuschauer „In aller Freundschaft“.