67. Festspiele

Filmfestival Cannes: Goldene Palme geht in die Türkei

Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht in diesem Jahr an den türkischen Film „Winter Sleep“ von Nuri Bilge Ceylan.

Das gab die Jury am Sonnabendabend zum Abschluss der 67. Festspiele bekannt. Es ist die zweite Palme für einen Film aus der Türkei. Der Regisseur seziert in dem Film in mehr als drei Stunden die Lethargie der türkischen Intellektuellen.

Der Große Preis der Jury ging an das Sozialdrama „Le meraviglie“ der Italienerin Alice Rohrwacher. Der Brite Timothy Spall wurde für seine Leistung in „Mr. Turner“ als bester Schauspieler ausgezeichnet. Die Amerikanerin Julianne Moore gewann für ihr Spiel in „Maps to the Stars“ die Trophäe als beste Schauspielerin. Regisseur Wim Wenders erhielt für die Dokumentation „The Salt of the Earth“ über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado bereits am Freitagabend den Spezialpreis der Sektion „Un Certain Regard“. Wenders hatte den Film mit Salgados Sohn Juliano gedreht. Der 68-jährige feierte mit seinen Dokumentationen wie „Buena Vista Social Club“ und „Pina“ immer wieder große Erfolge. Beim Filmfest Cannes gewann er – als bislang letzter deutscher Regisseur – 1984 mit „Paris, Texas“ die Goldene Palme.