Fernsehen

Wie Franz Leitmayr die Messer-Attacke überstanden hat

Mit einem „Tatort“-Clip klärt der Bayrische Rundfunk auf

Vielleicht wollte der Bayrische Rundfunk einfach nur den längsten Cliffhanger der Fernsehgeschichte produzieren. Aber da hatte die Anstalt die Rechnung ohne die Zuschauer gemacht. Denn die Aufregung war groß, als der Münchner „Tatort“-Kommissar Franz Leitmayr Anfang Mai in der Folge „Am Ende des Flurs“ blutend am Boden lag. Nach einer Messerattacke. Und dann war der Film zu Ende. Überlebt der Franz?

Viele Zuschauer riefen beim Bayrischen Rundfunk an und wollten genau das wissen. Der Sender verwies darauf, dass im Herbst die nächste Folge mit dem Titel „Wüstensohn“ ausgestrahlt wird. Die wäre auch schon abgedreht, was nur indirekt die Frage nach dem Gesundheitszustand des Kommissars beantwortet. Ein bisschen genauer und vielleicht dem Medium entsprechend mit ein paar Bildern angereichert, hätte man das schon gern gewusst. Den Zuschauerwünschen wollte sich der Bayrische Rundfunk schließlich doch nicht verschließen und stellte einen zweiminütigen Clip her, den man auf der Homepage des Senders oder bei youtube anschauen kann. „Ja, er lebt noch...“ – mit diesen Worten, die aus einer Fußballreportage stammen (es klingt nach Augsburg gegen Schalke, die Bayern werden ignoriert!), beginnt das Filmchen. Man sieht einen prächtig genesenen Franz Leitmayr, der mit starken Schritten aufs Münchner Polizeipräsidium zugeht. „Servus“, sagt er zu dem Polizeibeamten am Eingang, der die Zeitungs-Lektüre unterbricht und aufschaut. Im Hintergrund läuft ein Radio. „Wie war’s im Krankenhaus“, fragt er den Kollegen. „Ja, super, zwei Wochen Drainagen, Transfusionen, Infusionen...“.

Leitmayr lässt noch ein paar Spezialbegriffe aus der Welt der Hospitäler einfließen, was den etwas begriffstutzigen Kollegen irritiert. Aber dann geht der Kommissar los, zurück ins Büro. Aber nur ein kleines Stück. Er bleibt stehen, kehrt wieder um. Er hat offenbar das Stockwerk vergessen. Und bevor dann der Clip mit dem klassischen „Tatort“-Abspann endet, erlaubt sich der genesene Ermittler noch einen Witz. Der aber wird hier nicht verraten.