Quartalszahlen

Zeitschriften kämpfen mit Auflagenschwund

Besonders stark büßt der „Stern“ mit 10,7 Prozent ein

Die deutschen Publikumszeitschriften verlieren deutlich an Auflage. Im ersten Quartal 2014 sank die Zahl der durchschnittlich pro Erscheinungstag verkauften Hefte auf insgesamt 104,3 Millionen, wie die Auflagenkontrolle IVW am Mittwoch in Berlin mitteilte. Das waren 3,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei den aktuellen Magazinen büßte der „Stern“ besonders stark ein: Seine Auflage sank um 10,7 Prozent auf 742.662 Exemplare. Auch der „Focus“ musste Einbußen hinnehmen und kam nur noch auf 497.456 Stück, das waren 6,4 Prozent weniger als im ersten Quartal 2013. Der „Spiegel“ konnte dagegen seine Auflage mit 876.117 Stück annähernd halten (minus 0,8 Prozent). Nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) gab der Einzelverkauf bei den Publikumszeitschriften besonders stark nach: Dieser sank um 6,8 Prozent, während bei den Abonnements kaum Veränderungen registriert wurden.

Weiter sinkend ist die Auflage auch bei Tageszeitungen. Einschließlich der Sonntagsausgaben wurden im ersten Quartal pro Erscheinungstag durchschnittlich 19,9 Millionen Exemplare abgesetzt, das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die „Süddeutsche Zeitung“, seit Jahren Marktführer bei den Qualitätstageszeitungen, verlor knapp 0,5 Prozent und kam auf 418.355 verkaufte Exemplare. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ baute um 6,5 Prozent auf 316.524 Stück ab, die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ um 7,9 Prozent auf 319.864 Stück. Ebenfalls 6,5 Prozent verlor die „Welt“.