Literatur

Das letzte Buch von Tom Clancy nimmt Krim-Krise vorweg

Die westliche Welt ist besorgt.

„Russland greift aktiv in die inneren Angelegenheiten der Ukraine ein und die Drohung eines russischen Militäreinsatzes gegen das Land hängt wie eine dunkle Wolke über allen Köpfen“, beschreibt der US-Botschafter in der Ukraine, Keith Bixby, die Situation. „Die Krim steht kurz davor zu explodieren.“ Was klingt wie eine ziemlich realistische Einschätzung der aktuellen Lage, ist in Wahrheit Fiktion. Bixby ist eine Figur im neuen Buch des Bestseller-Autors Tom Clancy, das er kurz vor seinem Tod im vergangenen Oktober fertig schrieb. Das in den USA im Dezember erschienene „Command Authority“ (etwa: Befehlsgewalt) handelt von einem russischen Übergriff auf die Krim – und wirkt im Nachhinein wie ein erschreckend prophetisches Vermächtnis. Die Parallelen zwischen dem echten Kreml-Chef Wladimir Putin und Clancys Figur Volodin sind unverkennbar. Volodin wird als „kleiner Mann, nur 1,72 Meter, aber fit und energetisch“ beschrieben, der sich selbst gerne als „Sex-Symbol“ sehe. Im kommenden Winter soll das Buch nach Plänen des Heyne-Verlags auch auf Deutsch erscheinen.