Meldungen

KulturNews

Bühne: Grips Theater feiert 25 Jahre „Ab heute heißt du Sara“ ++ Komische Oper: Intendant Werner Rackwitz starb im Alter von 84 Jahren ++ TV-Quoten: Leipziger „Tatort“ holt sich souverän den Tagessieg

Grips Theater feiert 25 Jahre „Ab heute heißt du Sara“

Seit 25 Jahren steht „Ab heute heißt du Sara“ auf dem Spielplan des Grips Theaters, heute Abend wird mit der 340. Vorstellung Jubiläum gefeiert. Das Stück basiert auf dem autobiografischen Bericht „Ich trug den gelben Stern“ von Inge Deutschkron. Die Autorin wurde 1922 geboren und überlebte den Holocaust in Berlin. Als Grips-Gründer Volker Ludwig sie 1988 in Tel Aviv besuchte, um ihr die Idee der Dramatisierung ihrer Memoiren vorzustellen, war sie anfangs skeptisch. Die Inszenierung wurde ein Erfolg. Sicher auch, weil sie auf einer authentischen, ergreifenden Geschichte beruht und das jugendliche Publikum sich mit der nahezu gleichaltrigen Protagonistin identifizieren kann.

Intendant Werner Rackwitz starb im Alter von 84 Jahren

Der ehemalige Intendant der Komischen Oper, Werner Rackwitz, starb im Alter von 84 Jahren in Berlin. 1981 war er als Intendant angetreten und hatte dieses Amt bis 1994 inne. Als Nachfolger des Gründers Walter Felsenstein führte er die Regietheatertradition mit Chefregisseur Harry Kupfer und Chefdirigent Rolf Reuter fort. Rackwitz war 1929 in Breslau als Pfarrerssohn geboren worden, studierte in den Nachkriegsjahren in Halle Musikwissenschaft. Der Händel-Liebhaber begann seine Karriere an der Martin-Luther-Universität, wechselte aber 1963 in die Kulturpolitik. Von 1969 bis 1981 war er Stellvertreter des DDR-Kulturministers. Seine Berufung an die Komische Oper war seinerzeit auch von Skepsis begleitet.

Leipziger „Tatort“ holt sich souverän den Tagessieg

Der drittletzte „Tatort“ mit Simone Thomalla und Martin Wuttke als Leipziger Ermittler-Team ist am Sonntag mit Abstand Quotensieger gewesen und hat mehr Zuschauer vor den Bildschirm gelockt als in der Vorwoche Til Schweiger mit seinem zweiten „Tatort“. Im Schnitt 10,24 Millionen Menschen verfolgten den Fall „Frühstück für immer“, den manche Zuschauer frauenfeindlich fanden und im Web kritisierten. Schweigers zweiter Hamburger „Tatort“ hatte 10,1 Millionen Zuschauer. Das ZDF erreichte ab 20.15 Uhr mit dem Melodram „Rosamunde Pilcher: Evitas Rache“ 6,22 Millionen. Die ARD-Talkshow „Günther Jauch“ zum Fall Hoeneß schalteten 5,42 Millionen Zuschauer ein.