Identitätsbildung

Studie: Filme können der Entwicklung Jugendlicher gut tun

Filme müssen sich nicht immer nur schlecht auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirken, sie haben einer Studie zufolge auch positiven Einfluss.

Vor allem bei der Identitätsbildung können sie helfen. „Die Studie zeigt, wie positiv sich Filme auf junge Menschen auswirken, wie Vorurteile und Ängste abgebaut werden können“, sagte die rheinland-pfälzische Jugendministerin Irene Alt (Grüne) in Wiesbaden. Die Studie wurde von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) gemacht. Die mehr als 500 Schüler zwischen 12 bis 15 Jahren sahen sich entweder den Blockbuster „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“, das Neonazi-Drama „Die Kriegerin“, die Tragikomödie „Dirty Girl“ oder den Science-Fiction-Film „Chronicle – Wozu bist du fähig?“ an. Anschließend gab es Gruppen- und Einzelgespräche. Die Experten beobachteten, dass die Jugendlichen durch das Filmeschauen andere Rollenbilder akzeptierten oder sich kritischer mit politischen Strömungen auseinandersetzten. „Die identitätsbildende Wirkung von Filmen kann überhaupt nicht überschätzt werden“, sagte Jürgen Grimm von der Universität Wien.