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Flamenco: Spanien verabschiedet sich von Gitarrist Paco de Lucía ++ Festspiele: Intendant Holk Freytag will keine Musik vom Band ++ TV-Quoten: Mainzer Karneval siegte über Krimi aus Venedig

Spanien verabschiedet sich von Gitarrist Paco de Lucía

Hunderte Menschen haben im südspanischen Algeciras Abschied vom Flamenco-Star Paco de Lucía genommen. Der Gitarrist war während eines Urlaubs in Mexiko im Alter von 66 Jahren an Herzversagen gestorben. Der Sarg war am Freitag zunächst nach Madrid überführt worden und im Konzerthaus Auditorio Nacional aufgebahrt gewesen. Tausende Menschen, darunter Spaniens Kronprinz Felipe, strömten dorthin, um de Lucía die letzte Ehre zu erweisen. In der Nacht zum Sonnabend kam der Sarg in Algeciras an. Seit den Nachtstunden strömten Menschen in das Rathaus, um an der Totenwache teilzunehmen. Der am 21. Dezember 1947 geborene De Lucía, mit bürgerlichem Namen Francisco Sánchez Gómez, hatte seit den 60er-Jahren mit rasantem Flamenco weltweit das Publikum begeistert.

Intendant Holk Freytag will keine Musik vom Band

Der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, Holk Freytag, setzt sich dafür ein, dass Musicals auf seiner Bühne weiter von Orchestern und nicht von Musik vom Band begleitet wird. Die Musik aus der Konserve gefährde das Genre als Kunstgattung massiv, sagte der Chef des renommierten Freilicht-Theaterfestivals. Er wolle dafür kämpfen, dass die Orchester-Besetzung in Bad Hersfeld nicht den Sparmaßnahmen zum Opfer falle. Wenn er an kommerzielle Mainstream-Produktionen im Musicalbereich in Berlin oder Hamburg denkt, drehe sich ihm der Magen um, kritisiert Freytag: „Da sitzen dann zum Beispiel acht Leute in Berlin an Synthesizern – und das klingt dann auch so.“

Mainzer Karneval siegte über Krimi aus Venedig

Der Karnevalsklassiker „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ hatte im ZDF zur besten Sendezeit am Freitagabend die meisten Zuschauer eingesammelt. Allerdings waren die 5,7 Millionen Zuschauer die niedrigste Quote, die die wohl bekannteste Fernsehfastnachtssitzung je hatte. Die anderen Sender lagen dennoch deutlich dahinter: Das Erste kam mit dem Krimi „Donna Leon – Das Gesetz der Lagune“ auf 3,58 Millionen Zuschauer und RTL erreichte mit der vierten Ausgabe der Show „Back to School – Gottschalks großes Klassentreffen“ 3,28 Millionen. ProSieben kam mit dem Film „2012“ von Roland Emmerich auf 2,3 Millionen Zuschauer.