Meldungen

KulturNews

Musik: Elbphilharmonie: Schuldige für Kostenexplosion benannt ++ Fall Gurlitt: Raubkunst-Gesetzentwurf ist Weg in „richtige Richtung“ ++ TV-Quoten: Olympischen Spiele weiterhin ein Zuschauermagnet

Elbphilharmonie: Schuldige für Kostenexplosion benannt

Nach drei Jahren haben die Mitglieder des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Elbphilharmonie ihre Beratungen zum Abschlussbericht beendet. „Der Bericht offenbart ein schonungsloses Bild, was alles falsch gelaufen ist“, sagte der Vorsitzende, Ole Thorben Buschhüter (SPD). Auf 724 Seiten wird detailliiert aufgelistet, wie es zu den Kostenexplosionen und Bauverzögerungen bei dem Prestigeprojekt kommen konnte. Demnach sind unfertige Pläne, mangelnde Kontrolle vonseiten der Politik und ein Chaos auf der Baustelle schuld an dem Elbphilharmonie-Debakel. Dem Bericht zufolge wollten alle Beteiligten das Konzerthaus unbedingt bauen, ohne den Steuerzahlern die wahren Kosten zu präsentieren – die mittlerweile bei knapp 800 Millionen Euro liegen, zehnmal mehr als ursprünglich geplant.

Raubkunst-Gesetzentwurf ist Weg in „richtige Richtung“

Für die Leiterin der Taskforce „Schwabinger Kunstfund“, Ingeborg Berggreen-Merkel, ist der bayerische Gesetzentwurf zur NS-Raubkunst ein „Weg in die richtige Richtung“. Die Verwaltungsjuristin sagte dem Radiosender SWR2, ein solcher Vorstoß sei auch ein wichtiges Zeichen, dem Ausland zu signalisieren, dass sich Deutschland der problematischen aktuellen Rechtslage bewusst sei: „Es ist schwer zu ertragen, dass jemand, der weggenommen hat und geraubt hat, irgendwann darauf sitzen kann.“ Der bayerische Gesetzentwurf sieht vor, dass der Anspruch auf die Herausgabe von Raubkunst nicht mehr verjähren soll. Der Gesetzentwurf ist eine Reaktion auf den Kunstfund beim Münchner Sammler Cornelius Gurlitt im Herbst vergangenen Jahres.

Olympischen Spiele weiterhin ein Zuschauermagnet

Als großer Zuschauermagnet erwiesen sich am Freitag wieder die Olympischen Spiele in Sotschi. 5,4 Millionen Zuschauer verfolgten das Biathlon-Einzel der Damen. Die populärsten Prime-Time-Programme waren eindeutig wieder die ZDF-Krimis. 5,68 Millionen Zuschauer verfolgten ab 20.30 Uhr „Der Kriminalist“, 5,14 Millionen danach noch die „SOKO Leipzig“. Das „ZDF-Spezial“ über Rücktritt des Landwirtschaftministers Friedrich schalteten um 19.20 Uhr 3,32 Millionen Zuschauer ein.