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Suhrkamp: Barlach legt Beschwerde gegen Sanierungskonzept ein ++ Literatur: Thomas Bernhard hörte privat gerne Prince ++ TV-Quoten: Komödie „Kückückskind“ gewann gegen Justizdrama

Barlach legt Beschwerde gegen Sanierungskonzept ein

Suhrkamp-Mitgesellschafter Hans Barlach hat sofortige Beschwerde gegen das gerichtlich genehmigte Sanierungskonzept für den Verlag eingelegt. Das teilten der Verwaltungsratspräsident von Barlachs Schweizer Medienholding, Rechtsanwalt Carl Ulrich Mayer, und Suhrkamp-Sprecherin Tanja Postpischil am Donnerstag übereinstimmend mit. Der insolvente Suhrkamp Verlag hatte auf eine rasche Umsetzung seines Sanierungskonzepts gehofft, das das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg genehmigt hatte. Nach dem Konzept soll der Traditionsverlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Der mit Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zerstrittene Barlach würde dann weitreichende Mitspracherechte verlieren.

Thomas Bernhard hörte privat gerne Prince

Kurz vor seinem 25. Todestag werden letzte Geheimnisse von Thomas Bernhard gelüftet. Die Liebe des österreichischen Schriftstellers und Beschimpfungsvirtuosen zu Oper und klassischer Musik ist hinreichend dokumentiert – dass Bernhard jedoch auch auf den amerikanischen Popstar Prince („Purple Rain“) stand, war bislang nicht bekannt. Zu Hause habe er gern Platten des Soul- und Funk-Musikers aufgelegt, erzählt sein Halbbruder und Leibarzt Peter Fabjan im „Rolling Stone“. „Ich nehme an, er mochte das spontane Erleben von dessen Rhythmusgefühl“, so Fabjan. „Doch beschäftigt hat er sich, so viel mir bekannt ist, mit dieser Musik nicht.“ Das blieb den alten Meistern und Béla Bartók vorbehalten.

Komödie „Kückückskind“ gewann gegen Justizdrama

Nicht etwa das ARD-Justizdrama „Unter Anklage: Der Fall Harry Wörz“, sondern die ZDF-Komödie „Kückückskind“ setzte sich am Mittwochabend beim deutschen Fernsehpublikum durch. Den ZDF-Film mit Natalia Wörner um ein deutsches Baby, das nach der Geburt mit einem türkischen Säugling verwechselt wird, verfolgten ab 20.15 Uhr 5,35 Millionen Zuschauer. Den ARD-Film um den zu Unrecht wegen versuchten Totschlags an seiner Ex-Frau verurteilten Bauzeichner Harry Wörz sahen zeitgleich 5,09 Millionen Zuschauer. Das Interesse an der RTL-Dschungelshow „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ blieb ab 22.15 Uhr mit 8,07 Millionen Zuschauern konstant hoch.