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Kunst: Anwalt: Gurlitt erwägt Rückgabe von Bildern ++ Urteil: Verfassungsgericht bestätigt Filmförderung ++ TV-Quoten: Starker Jauch, starkes Dschungelcamp

Anwalt: Gurlitt erwägt Rückgabe von Bildern

Der Münchner Kunstsammler Cornelius Gurlitt erwägt nach Angaben seines Anwalts die Rückgabe von Bildern aus seiner Sammlung. „Er ist gewillt, sich die Raubkunst-Klagen genau anzuschauen und faire und gerechte Lösungen auszuhandeln“, sagte Rechtsanwalt Hannes Hartung. Inzwischen habe die Taskforce ihm eine Aufstellung mit Werken zukommen lassen, zu denen es Anfragen von Erben gebe, sagte Hartung. Nach Angaben der eigens eingesetzten Taskforce zum Münchner Kunstfund vom Dienstag sind bisher 458 Objekte als mögliche NS-Raubkunst identifiziert worden. Für viele Bilder gebe es keinerlei Anfragen, sagte Hartung. Sie seien „pauschal unter Raubkunst-Verdacht gestellt“ worden.

Verfassungsgericht bestätigt Filmförderung

Die deutsche Filmförderung ist verfassungsgemäß. Sie wird aufgrund eines Bundesgesetzes von Kinos, Fernsehsendern und Videowirtschaft erhoben, um den deutschen Film zu fördern. Das Bundesverfassungsgericht wies am Dienstag vier Verfassungsbeschwerden von Betreibern großer Kinoketten ab. Für Filmschaffende wie die eigens nach Karlsruhe angereiste Schauspielerin und Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben, sowie für die Bundesregierung ein Grund zur Freude. Bei den unterlegenen Kinobetreibern sorgt der Richterspruch hingegen für Frust. Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ist damit „einer der Grundpfeiler der deutschen Filmförderung in seinem Bestand gesichert.“

Starker Jauch, starkes Dschungelcamp

Wieder ein guter Abend für RTL: Günther Jauchs Quizshow „Wer wird Millionär?“ interessierte am Montag ab 20.15 Uhr 6,22 Millionen Zuschauer. Im Anschluss um 21.15 Uhr kam die Reihe „Undercover Boss“ auf 5,78 Millionen Zuschauer, bevor die Quote mit dem Dschungelcamp „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ um 22.15 Uhr mit 8,02 Millionen wieder nach oben schnellte. Trotz der starken RTL-Vorstellung lief es für die Konkurrenz zum Teil recht gut. Den ZDF-Krimi „Inspektor Jury – Der Tote im Pub“ sahen 5,78 Millionen Menschen. Der Start der ARD-Reportagenreihe „Wildes Deutschland“ mit dem Thema „Die Lausitz“ interessierte 3,55 Millionen Zuschauer.