Kunstfestival

Transmediale Berlin: Zwischen Glanz und Müll der digitalen Welt

Der Glanz der digitalen Welt hat auch seine Schattenseiten.

Die Transmediale in Berlin, ein Festival für Medienkunst und digitale Kultur, erkundet in diesem Jahr, was vom Glanz im postdigitalen Zeitalter übrig ist. Unter dem Motto „Afterglow“ will das Kunstfestival vom 29. Januar an fünf Tage lang auf verschiedenen künstlerischen Wegen den Spannungszustand zwischen Befreiung und Elektroschrott aufzeigen.

Das Digitale sei längst Alltag geworden und spiele in allen Bereichen des Lebens eine wesentliche Rolle, sagte Kristoffer Gansing, künstlerischer Leitung des Festivals, in Berlin. „Es gibt aber nicht eine, sonder viele digitale Kulturen.“ Berge von Elektroschrott in Nigeria oder Ghana stünden in absolutem Kontrast zu den Bildern, die wir mit dem Digitalen verbinden. „Es ist nicht nur wichtig, was wir mit dem Digitalen machen, sondern auch, was nach der Verwendung damit passiert.“

„Wir versuchen einen dritten Weg zwischen Optimismus und Skeptizismus einzuschlagen und Perspektiven zwischen Müll und Abfall aufzuzeigen“, sagte Gansing. „Afterglow“ ist das englische Wort für Abendrot. Es bezeichnet aber auch positive wie auch negative Nachwirkungen des Drogenkonsums, betonen die Veranstalter.