Auktion

200.000 Dollar für ein Notenblatt von Ludwig van Beethoven

Bloß nichts wegwerfen.

Selbst Entwürfe, die man wieder verwirft, sollte man nicht in den Papierkorb werfen. Sie könnten eines Tages einmal von großem Wert sein. Wie jetzt ein Notenblatt von Ludwig van Beethoven (1770-1827). Fast 200 Jahre ist es alt und könnte bei einer Auktion in den USA mehr als 200.000 Dollar (etwa 150.000 Euro) einbringen. Das Blatt stamme aus einem Notizbuch, in das Beethoven nach Expertenschätzungen um 1820 herum Kompositionen eintrug, teilte das Auktionshaus RR Auctions im US-Bundesstaat New Hampshire mit. Mit Tinte habe er auf dem Papier Entwürfe für seine Messe „Missa Solemnis“ notiert. Später habe der Komponist das Blatt herausgerissen, in seiner Tasche aufbewahrt und hin und wieder mit einem Bleistift Ergänzungen darauf geschrieben.

Wiederentdeckt wurde das Papier erst 1996 zwischen den Papieren von Anton Schindler, Beethovens Freund und Biografen. Experten bestätigten die Echtheit und das Blatt wurde noch im selben Jahr in London für 110.000 Dollar versteigert. Seitdem habe es nochmals den Besitzer gewechselt und gehöre nun einem europäischen Sammler, der es jetzt verkaufen wolle, teilte das Auktionshaus mit. Die Versteigerung ist für den 15. Januar angesetzt.