Fernsehen

Auf der Jagd nach dem perfekten Tannenbaum

Eine Weihnachtskomödie mit Bastian Pastewka auf Sat.1

Die Weihnachtskomödie ist eine Tatsache: Man blicke nur ins TV-Programm, das alljährlich wieder Großwerke der Lustigkeit ausweist, sie tragen Titel wie „Schöne Bescherung“ und „Chaotische Weihnachten“. Auch die deutsche Komikfachkraft Bastian Pastewka, bereits seit sechs Staffeln mit seiner Sitcom-Reihe „Pastewka“ auf Sat.1 in semi-dokumentarischer Mission unterwegs, hat jetzt seinen Beitrag geleistet.

In „Pastewkas Weihnachtsgeschichte“ ist das Ziel seiner Jagd der perfekte Weihnachtsbaum („Fichte, nur eine Spitze, 2,50 Meter hoch“), obwohl doch jeder weiß, dass große Tannen potenziell noch mehr nadeln als kleine. Nur Pastewkas Dauerfreundin Anne (Sonsee Neu) eben nicht, die vor den feierlichen Tagen das Regiment führt. Es besteht aus den Knallchargen, die Pastewkafans auch aus der Serie kennen, weitgehend liebgewonnenen Gestalten wie den Halbbruder Hagen und dessen Tochter Kim, außerdem den Problemfrauen Bettina (Freundin des Bruders) und Regine (Agentin Pastewkas), mit denen der Komiker nicht immer zurecht kommt.

Am besten ist „Pastewkas Weihnachtsgeschichte“, wenn es inkorrekt zugeht, wenn Anke Engelke ihren Volksmusik-Sidekick als „Bastian Spastewka“ oder „Moppelchen“ verunglimpft. Engelke hat wie Bernhard Brink und Michael Kessler einen Gastauftritt; die Story will, dass Bastewka mit Engelke in Düsseldorf bei einer Charity-Veranstaltung als „Wolfgang und Anneliese“ auftritt.

Zuschauer kennen das Folklore-Duo aus der Sat.1. Weihnachtsshow. Die beiden sind mit ihrem Xmas-Schlager („Die Gans, die macht die Beine breit“) zwar ganz lustig, aber entsprechen auch perfekt dem Anforderungsprofil bundesdeutscher Unterhaltung: Der Pastewka-Witz ist auch eine Mischung aus Schnäuzer-Humor und Lederhosen-Biederkeit. Überraschungen erlebt man jedenfalls nicht. Wenn aber jeder Gag erwartbar ist und Esprit eine Erfindung aus Frankreich bleibt, dann helfen selbst Pastewkas Mienenspiele nichts. Die Weihnachtsbespaßung sollte er besser anderen überlassen.

Sat.1, Freitag, 23.15 Uhr