Oper

Daniel Barenboim verlässt Scala zwei Jahre früher

Daniel Barenboim wird die Mailänder Scala als Musikdirektor zwei Jahre früher aufgeben.

Der Stardirigent, der auch Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden ist, werde seinen Posten in Mailand Ende 2014 abgeben, teilte Intendant Stéphane Lissner mit. „Eine Epoche geht zu Ende“, sagte er über Barenboims Abschied. Als Grund für das vorzeitige Ende nannte Lissner die vielen Projekte Barenboims. „Ich denke, es gibt andere Projekte, zum Beispiel die Divan-Akademie mit Frank Gehry in Berlin“, sagte er. Nach dem Vorbild seines West-Eastern Divan Orchestra baut Barenboim im früheren Magazin-Gebäude der Staatsoper eine Akademie auf, in der junge Musiker aus der arabischen Welt und aus Israel ausgebildet werden sollen. Die Eröffnung soll 2016 sein.

Im Jahr 2014 werde Barenboim planmäßig alle seine Verpflichtungen an der Scala wahrnehmen, heißt es. Für Barenboims Abschied gibt es noch auch eine andere Erklärung: Intendant Lissner, der ihn 2007 mit dem Ehrentitel „Maestro Scaligero“ („Treppenmeister“) nach Mailand geholt hatte, verlässt das Opernhaus im September 2014 und wechselt nach Paris. Sein Nachfolger wird der Österreicher Alexander Pereira – dieser will lieber einen Italiener als Musikchef haben. Als Nachfolger ist Riccardo Chailly im Gespräch.