Auszeichnung

Freiheitspreis der FU für Star-Dirigent Daniel Barenboim

Die Freie Universität Berlin (FU) ehrt den Dirigenten und Pianisten Daniel Barenboim für den Aufbau seines Orchesters mit Musikern aus Israel, den palästinensischen Gebieten und arabischen Ländern.

Am 23. Oktober erhält Barenboim den Freiheitspreis der Freien Universität, mit dem die Hochschule Persönlichkeiten für besondere politische, gesellschaftliche oder wissenschaftliche Verdienste würdigt. Barenboims West-Eastern Divan Orchestra sei ein Beweis dafür, dass Kunst Barrieren zu überwinden vermag, so die Begründung der FU.

Barenboim, Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, gründete das ungewöhnliche Orchester 1999 gemeinsam mit dem US-Literaturkritiker Edward Said (1935-2003). Said engagierte sich für die Palästinenser in den USA und teilte mit Barenboim den Traum vom friedlichen Zusammenleben im Nahen Osten. Das Orchester, benannt nach Goethes Gedichtsammlung, soll den Dialog seiner jungen Mitglieder durch gemeinsames Üben und gegenseitiges Zuhören fördern. Die Musiker gehen gemeinsam auf Tournee, auch durch ihre Herkunftsländer. Zur Preisverleihung wollen der Geiger Guy Braunstein und der Pianist Saleem Abboud Ashker spielen. Die Laudatio hält Wolf Lepenies. Mit dem Preis hat die FU bisher unter anderen den Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und die ehemalige UN-Hochkommissarin Mary Robinson geehrt.