Ausstellung

Preußen-Stiftung hofft auf Bewegung beim Thema Beutekunst

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hofft, dass mit einer umstrittenen Archäologie-Ausstellung in Moskau Bewegung in die Diskussion über Beutekunst kommt.

Dass in der Schau „Bronzezeit – Europa ohne Grenzen“ rund 600 ursprünglich aus Berlin stammende Objekte öffentlich gezeigt würden, biete „einmal einen Anlass für die russische Seite, darüber nachzudenken, ob man auf irgendeine Lösung kommen kann“, sagte der Präsident der Stiftung, Hermann Parzinger, am Rande der Ausstellungseröffnung. Eine solche Lösung sei aber „noch weit weg“.

Die Wissenschaft wolle sich nicht in diese „hochpolitische“ Thematik einmischen, betonte Parzinger. Sie wolle aber alles tun, dass man gut zusammen arbeite. Die Kunstwerke sollten nicht in Magazinen liegen, sondern der kunsthistorischen Forschung zugänglich sein. Die Bronzezeit-Ausstellung wird bis zum 13. Januar im Staatlichen Historischen Museum in Moskau gezeigt. Die Schau präsentiert anhand von mehr als 1700 Exponaten die kulturellen und religiösen Entwicklungen im bronzezeitlichen Europa. Rund ein Drittel der Exponate sind kriegsbedingt nach Russland verbrachte Bestände aus dem Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte.