Rückgabeantrag

Erben fordern Klimts „Beethoven-Fries“ von Österreich zurück

Die Erben eines jüdischen Kunstsammlers fordern den berühmten „Beethoven-Fries“ (1902) des österreichischen Malers Gustav Klimt zurück.

Die Erben des Sammlers Erich Lederer hätten beim österreichischen Kulturministerium einen Antrag auf Rückgabe des Gemäldes gestellt, sagte der Anwalt Marc Weber, der einen Teil der Erbengemeinschaft vertritt. Das Ministerium bestätigte, es habe einen entsprechenden Antrag erhalten.

Der österreichische Staat hatte Lederer das Gemälde, das der Neunten Symphonie des Komponisten Ludwig van Beethoven gewidmet ist, 1973 abgekauft. Laut einem Bericht der Zeitung „New York Times“ erhielt er damals 750.000 Dollar (554.400 Euro) – nach einer Schätzung des Auktionshauses Christie’s war es eigentlich doppelt so viel wert. Dem Bericht zufolge sah sich Lederer jedoch gezwungen zu verkaufen – als Gegenleistung bekam er Ausfuhrgenehmigungen für andere Kunstwerke, die seiner Familie von den Nationalsozialisten gestohlen, aber nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgegeben worden waren. In ihrem Rückgabeantrag verweisen die Erben auf eine Änderung im österreichischen Kunstrückgabegesetz aus dem Jahr 2009.