Medien

WDR-Intendant Tom Buhrow kündigt Einsparungen an

Der neue WDR-Intendant Tom Buhrow hat massive Kürzungen im größten ARD-Sender angekündigt.

„Im Klartext kommt der ganze WDR auf den Prüfstand“, sagte der ehemalige „Tagesthemen“-Moderator. In seinen ersten 100 Tagen im Amt habe er einen Kassensturz gemacht. Das Ergebnis: Wenn der WDR nichts tun würde, würde sich bei gleichbleibenden Gebühren in zehn Jahren ein Milliardenloch in seinem Etat ergeben – nur aufgrund der Inflation. „Das ist ein gigantischer struktureller Abgrund.“

Buhrow will darauf reagieren, indem er zunächst den schon bestehenden Sparkurs nach der Rasenmähermethode verschärft und im Jahr 2015 nicht nur 60 Millionen, sondern 90 Millionen Euro einspart. Bis Ende nächsten Jahres sollen 50 Planstellen aus allen Bereichen abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen werde er dabei scheuen „wie der Teufel das Weihwasser“, versprach Buhrow. Eine andere Sofortmaßnahme ist der Verkauf der hauseigenen Kunstsammlung, die etwa drei Millionen Euro wert sei. Der WDR ist mit 4000 festen Mitarbeitern und einem Etat von einer Milliarde Euro die größte ARD-Anstalt.