Personalien

Zweifel an dreiköpfiger Leitung bei den Bayreuther Festspielen

Ein wichtiger Punkt für die Zukunft der Bayreuther Festspiele war noch rechtzeitig vor den Wahlen abgehakt worden: die Finanzierung der millionenschweren und wohl bis 2021 dauernden Sanierung des Festspielhauses.

Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) war noch wenige Tage vor der Landtagswahl nach Bayreuth gereist, um die Vereinbarung zu unterzeichnen. Wenn es nun bald um ein anderes wichtiges Thema für die Richard-Wagner-Festspiele gehen wird, sitzt Heubisch schon nicht mehr mit am Tisch. Seine FDP ist aus dem Landtag geflogen.

Nun müssen sich andere mit der Frage beschäftigen, wer von 2015 an die Wagner-Festspiele leitet. Es gebe Sondierungsgespräche mit den Chefinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier, sagt Ministerialdirigent Toni Schmid, Chef des Verwaltungsrats der Festspiele. Aber keinesfalls schon konkrete Vertragsverhandlungen. „Man muss abwarten. Schließlich sind die Dinge in Bayern und im Bund derzeit im Fluss“, sagt Schmid. Eine Entscheidung werde es erst geben, wenn in Berlin und München neue Regierungen stehen. Wie der „Nordbayerische Kurier“ berichtete, ist es offen, ob die derzeitige Konstellation mit den Wagner-Schwestern als Expertinnen fürs Künstlerische und mit einem kaufmännischen Direktor an ihrer Seite beibehalten wird. Eine dreiköpfige Festspielspitze soll manchem Verwaltungsrat als zu aufgebläht erscheinen, heißt es. Schmid will dies nicht kommentieren. Erst im Frühjahr war Heinz-Dieter Sense, der bereits die Deutsche Oper leitete, angeheuert worden.