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Theater: Daniel Kehlmann verlässt Frankfurter Premiere ++ Ballett: Bolschoi-Chef nach Moskau zurückgekehrt ++ Museen: Neues Haus für Heinrich von Kleist wird eröffnet ++ TV-Quoten: ZDF mit Senta Berger am Sonnabend auf Platz Eins

Daniel Kehlmann verlässt Frankfurter Premiere

Schriftsteller Daniel Kehlmann hat die deutsche Erstaufführung seines Stücks „Der Mentor“ aus Protest verlassen. Der Grund: „Weil wir am Text etwas verändert hatten“, sagte der Intendant des privaten Fritz Rémond Theaters, Claus Helmer. Außerdem sei eine stumme Figur eingebaut worden. Helmer zeigte Unverständnis über Kehlmanns Reaktion: „Man kann sich das Stück auch zu Ende anschauen und danach darüber reden.“ „Das war nicht mehr mein Stück“, sagte Kehlmann laut der „Faz“.

Bolschoi-Chef nach Moskau zurückgekehrt

Fast acht Monate nach einem Säureanschlag und nach mehreren Operationen in einer Augenklinik ist der Ballettchef des Bolschoi-Theaters nach Moskau zurückgekehrt. „Ich sehe jetzt genug, um mich wieder sicher zu fühlen“, sagte Sergej Filin im russischen Fernsehen. Zur Eröffnung der neuen Spielsaison an diesem Montag wolle er seine Arbeit bei der weltgrößten Balletttruppe offiziell wieder aufnehmen, sagte der 42-Jährige. Bei dem Anschlag am 17. Januar waren sein Gesicht verätzt worden.

Neues Haus für Heinrich von Kleist wird eröffnet

Der Anbau für das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) wird am 17. Oktober samt neuer Dauerausstellung eröffnet. Der Neubau kostete nach Angaben des Kulturministeriums rund 5,6 Millionen Euro. Vor allem wegen archäologischer Funde hatte sich die Fertigstellung des Hauses um Monate verzögert. Mit dem Anbau am Barockgebäude verbessern sich die klimatischen Bedingungen für die Exponate. Das Museum zählt jährlich rund 14 000 Besucher. Es handelt sich dem Museum zufolge um die umfassendste Dokumentation zu Kleist.

ZDF mit Senta Berger am Sonnabend auf Platz Eins

Die neue Folge der Senta-Berger-Krimireihe „Unter Verdacht“ (ZDF) wurde am Sonnabend Tagessieger mit 5,61 Millionen Zuschauer und 20,3 Prozent Marktanteil. Rang 2 ging an die 20-Uhr-„Tagesschau“, die 5,52 Millionen Zuschauer hatte, dahinter folgten die Bundesliga-„Sportschau“ (4,78 Millionen) und der „Musikantenstadl“ (4,22 Millionen). Keine Sendung der Privatsender landetet unter den ersten Zehn.