Ausstellungen

Ein bisschen Malerei und noch einiges mehr

Berlin Art Week bespielt 21 Orte an sechs Tagen

Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr haben sich die Macher der 2. Berlin Art Week (17.-22. September) noch mehr vorgenommen. Sie läuten den Herbst mit einem üppigen Aufgebot an Ausstellungen ein. „21 Mal Kunst. 6 Tage. 1 Ticket“, lautet der Slogan. Diesmal sind die Orte über die ganze Stadt verteilt. Denn außer den Museums-Partnern, die unter dem Motto „Painting Forever“ zeitgenössische Malerei zeigen, machen auch private Projekträume, Institutionen und Kunstinitiativen von Neukölln bis Marzahn mit.

Um die Highlights vorzustellen, versammelten sich am Freitag 14 Redner im Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus. Darunter Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer. Sie betonte, dass es mit dieser Initiative gelungen sei, „neben dem Gallery Weekend im Frühjahr einen weiteren Ankerpunkt zu schaffen.“ Die Berlin Art Week verbinde „Kunst und kommerziellen Kunstmarkt“, so die Senatorin im Blick auf den Galerien-Markt der Stadt und den Messezwitter abc art berlincontemporary, der auch beteiligt ist. Um Berlin „als größten Galerienstandort Europas zu entwickeln“, steuert die Senatsverwaltung aus verschiedenen Förderungstöpfen 350.000 Euro für die Kunstwoche bei. Die Deutsche Bank tritt daneben als Sponsor mit einem Betrag in Erscheinung, den Kommunikationschef Christofer Habig nicht nennen wollte.

Man habe versucht „einen Beitrag zu leisten, der tatsächlich etwas bewirkt“ – damit die Events der Berlin Art Week „fliegen lernen.“ Die Deutsche Bank Kunsthalle fliegt selber mit. Sie präsentiert ein spannendes Damenquartett, bei dem drei zeitgenössische Künstlerinnen auf die 1976 verstorbene Malerin und Zeichnerin Jeanne Mammentreffen. Ein Star allein mischt hingegen die Berlinische Galerie auf: Franz Ackermann. Er wird eine Raum-Installation aus Wandmalerei, Tafelbildern und Fotos zeigen.

Museumsdirektor Thomas Köhler lobte die „geniale Idee“ Udo Kittelmanns, Direktor der Neuen Nationalgalerie, „uns doch gemeinsam dem Thema Malerei zu widmen“. Der Satz erntete viel Gelächter. Schließlich zeugt diese „Idee“ eher von Einfallsarmut. Immerhin lässt sich so die ganze Breite Berliner Künstler mit internationaler Ausstrahlung vorstellen, die von figurativ bis abstrakt arbeiten. Einen guten Überblick darüber verschafft die Ausstellung „Keilrahmen“ mit 70 beteiligten Malern in den Kunst-Werken.