Theater

Hallervorden spielt, übersetzt und inszeniert am Schlosspark Theater

Es ist schon die 5. Spielzeit des Schlosspark Theaters, die Dieter Hallervorden gestern vorstellte.

Als der Schauspieler die geschlossene Bühne in Steglitz im Dezember 2008 übernahm und renovieren ließ, gab es viele Stimmen, die skeptisch waren. Zumal Hallervorden angekündigt hatte, das Schlosspark Theater ohne Zuschüsse betreiben zu wollen. Das war ein bisschen sehr optimistisch gedacht, mittlerweile bekommt sein Haus ebenso wie die Kudammbühnen 230.000 Euro pro Jahr aus dem Landesetat. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, in dieser Saison kommt noch etwas von der Lottostiftung dazu: Mit 600.000 Euro werden verschiedene Projekte unterstützt, wie Hallervorden sagte. Auch eine kleine Anerkennung für die gute Arbeit an diesem nicht leichten Standort.

Eröffnet wird die neue Spielzeit mit einer Uraufführung von Eric-Emmanuel Schmidt: „Einsteins Verrat“ inszeniert Paul Bäcker, die Premiere steigt am 7. September. Hallervorden wird in dieser Saison wieder häufiger auf der Bühne stehen (ohne Honorar, wie er gestern betonte, auch seinen Intendantenjob macht er quasi ehrenamtlich), zuerst in „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“ (Premiere am 24. September) und dann in dem Komödienklassiker „Sonny Boys“, dessen Handlung nach Berlin verlegt wird. Es geht da um zwei „halbdemente Komiker, die Phil und Didi heißen“, erzählte Regisseur Thomas Schendel. Und bekam prompt die Retourkutsche, als Hallervorden seinen Auftritt in „The King’s Speech“, den ebenfalls Schendel inszeniert, mit den Worten ankündigte: „Ich spiele König George, weiß aber nicht, ob ich die sechs Sätze behalten kann“. Außerdem stehen in dieser Produktion ab Januar Oliver Mommsen und Jürgen Tarrach auf der Bühne. Und im Frühjahr inszeniert Hallervorden dann selbst: „Mein bester Freund“ von Eric Assous (übersetzt von Hallervorden), unter anderem mit Désirée Nick, kommt Anfang April heraus.