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Kulturpolitik: Trittin für Frauenquote im Kulturbetrieb ++ Auszeichnung: Dieter Hildebrandt erhält Preis für grotesken Humor ++ TV-Quoten: Der Serienabend in der ARD gerät unter Druck

Trittin für Frauenquote im Kulturbetrieb

Grünen-Fraktionschef und Spitzenkandidat Jürgen Trittin will eine Frauenquote im Kulturbetrieb. „Wir fordern eine paritätische Geschlechterverteilung bei allen vom Bund finanzierten Projekten und Institutionen und die Aufhebung struktureller Hürden für Frauen im Kulturbetrieb“, sagte er der Zeitschrift „Rolling Stone“. Trittin sprach sich zugleich für „Mindestabsicherungen und Honoraruntergrenzen“ für Theaterschauspieler und Musiker aus. Die „prekären Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende“ seien eines der drängendsten Probleme der Kulturpolitik.

Dieter Hildebrandt erhält Preis für grotesken Humor

Der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor geht 2014 an den Kabarettisten und Autor Dieter Hildebrandt. Der 86-Jährige sei ein „Meister geistreicher Sottisen, entfesselter Abschweifungen und präziser Pointen, ein Virtuose der Begriffsverdrehung und der kunstvoll gebrochenen Sätze“, hieß es in der Begründung der Jury. Sein unverwechselbarer Stil liefere ein unerreichtes Muster kabarettistischer Sprachkunst. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging u.a. schon an Vicco von Bülow, Hanns Dieter Hüsch und Herbert Achternbusch.

Der Serienabend in der ARD gerät unter Druck

Der Dienstagabend ist für die ARD gewöhnlich eine sichere Bank. Diese Regel scheint derzeit in Gefahr zu geraten. Die Krimiserie „Hubert und Staller“ sahen um 20.15 Uhr lediglich 3,75 Mio. Zuschauer, deutlich weniger als die Dienstagabendserien „Um Himmels Willen“ oder „Mord mit Aussicht“ sonst verbuchen. Dennoch lag das Erste wieder vorn. Nach dem Polizistenduo interessierten sich 4,56 Mio. Serienfans für die Krankenhaussoap „In aller Freundschaft“. Das ZDF kam mit seiner Reportage „Der Deutschland-Test – Wie gut ist unser Gesundheitssystem?“ auf 2,69 Mio. Zuschauer.