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Musik: Schnelle Tuba: „Hummelflug“ im Rekordtempo ++ Kunst: Doppelausstellung mit Werken von Jörg Immendorf ++ Theater: Neuer Intendant Lübbe geht aufs Publikum zu ++ TV-Quoten: Öffentlich-Rechtliche mit Drama und Krimi vorn

Schnelle Tuba: „Hummelflug“ im Rekordtempo

Im musikalischen Wettstreit um den schnellsten „Hummelflug“ hat die Tuba die Geige abgehängt. Der Solotubist der Dresdner Philharmonie, Jörg Wachsmuth, spielte das berühmte Stück von Nikolai Rimski-Korsakow am Freitagabend auf dem Dresdner Stadtfest auf einer Riesen-Tuba unter 54 Sekunden. Den bisherigen Rekord hielt der britische Geiger Ben Lee mit 54,24 Sekunden. Allerdings wird der Sieg im Noten-Sprint vermutlich am Grünen Tisch verhandelt. Denn Dirigent Markus Poschner drückte die Stoppuhr am Ende ein wenig verzögert, sie zeigte 55,272 Sekunden an. Die Videoanalyse ergab, dass Wachsmuth tatsächlich bei 53,82 landete. Im Original ist das Stück gut drei Minuten lang.

Doppelausstellung mit Werken von Jörg Immendorf

Das grafische Werk des 2007 gestorbenen Künstlers Jörg Immendorff zeigt eine Ausstellung im Schloss Corvey im nordrhein-westfälischen Höxter. Im Mittelpunkt steht der bekannte Bilderzyklus „Café Deutschland“, mit dem der Künstler den Ost-West-Konflikt thematisierte und mit dem ihm in den 70er Jahren der internationale Durchbruch gelang. Ein weiterer Teil der Doppelausstellung „Jörg Immendorff (1945-2007) – Das grafische Werk“ ist von Donnerstag an im niedersächsischen Bad Pyrmont zu sehen.

Neuer Intendant Lübbe geht aufs Publikum zu

Leipzigs neuer Schauspielintendant, Enrico Lübbe, will mit einem möglichst breit aufgestellten Programm die Interessen seines neuen Publikums ausloten. „Ich bin nicht so überheblich, zu behaupten, ich wisse, wie es geht und in einem Jahr haben wir eine Auslastung von 100 Prozent“, sagte der 38-Jährige. Er und sein Team wollten die Leipziger erst einmal kennenlernen. Lübbe tritt die Nachfolge von Sebastian Hartmann an. Er soll auch die zuletzt mäßige Auslastung des Schauspiels verbessern.

Öffentlich-Rechtliche mit Drama und Krimi vorn

Den Freitag haben die Öffentlich-Rechtlichen Sender für sich entschieden: Das TV-Drama „Heute fängt mein Leben an“ lockte 4,04 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm. Damit lag die ARD knapp vor dem ZDF, das mit dem Krimi „Der Staatsanwalt“ 3,89 Mio, Zuschauer erreichte. Bei den Privaten hatte RTL mit seinem „Familienduell“ (2,3 Mio.) die Nase vorn. Oliver Pochers Show „Mein Mann kann“ auf Sat.1 wollten lediglich 1,53 Mio. Zuschauer sehen.