Verlagswese

dtv will mit Suhrkamp „Gespräche auf Augenhöhe“ führen

Der Deutsche Taschenbuch Verlag (dtv) will Vorstandsangaben zufolge zusammen mit Suhrkamp die drei Marktführer angreifen.

„Wir würden gern neben den drei großen Verlagskonzernen Random House, Holtzbrinck und Bonnier eine vierte, konzernunabhängige Verlagsgruppe aufbauen“, sagte Frank Häger, Buch-Vorstand der Ganske-Verlagsgruppe, dieser Zeitung. Ganske ist mit 40,5 Prozent der wichtigste Gesellschafter des dtv. Der Münchner Taschenbuchverlag hatte vergangene Woche offiziell sein Interesse an einem Einstieg beim insolventen Suhrkamp Verlag erklärt. Der dtv habe eine allgemeine Absichtserklärung abgegeben, kein Angebot mit Details, so Häger. „Unser Ziel ist es, mit Suhrkamp auf Augenhöhe ein Gespräch zu führen.“ Derzeit befinde sich der Prozess aber in einer „Auszeit“. Der dtv warte auf die Entscheidung der Suhrkamp-Gläubigerversammlung über den Insolvenzplan. „Wir warten ab, hoffen und stehen bereit“, sagte Häger. In jedem Fall sollten beide Häuser mit einer je eigenen Geschäftsführung laufen.