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Spielen aus dem Bauch

Der Schauspieler Jacob Matschenz, 1984 in Ost-Berlin geboren, war noch Realschüler, als er durch Zufall zum Film kam: Seine Mutter zeigte ihm eine Casting-Annonce. Die Rolle bekam er zwar nicht, aber der Regisseur Jakob Hilpert erinnerte sich an ihn und engangierte ihn für seinen Diplomfilm „Kleine Kreise“. Ohne jede Schauspielausbildung ist Jacob Matschenz Autodidakt. Er drehte Filme wie „Neandertal“, „Die Welle“, „Lakonia“ und zuletzt „Drei Zimmer Bad Küche“. Für „Das Lächeln der Tiefseefische“ erhielt er 2005 den Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller, 2008 den Grimme-Preis für seinen DDR-Grenzsoldaten im TV-Film „An die Grenze“.

Der Film „Großstadtklein“, das Regiedebüt des Jungregisseurs Tobias Wiemann, handelt von dem Landei Ole (Matschenz), den es für ein Praktikum aus dem entlegensten Zipfel von Mecklenburg-Vorpommern in die Hauptstadt verschlägt und sich in Berlin und in ein Mädchen verliebt. Neben Matschenz sind unter anderen sein Kollege Kostja Ullman und der Moderator Klaas Heufer-Umlauf zu sehen, produziert hat den Film kein Geringerer als Til Schweiger. „Großstadtklein“ kommt morgen in die Kinos.