Glückwünsche

Musikkritiker Klaus Geitel feiert 89. Geburtstag

Der Berliner Musikkritiker Klaus Geitel ist berühmt und berüchtigt für seine eleganten Sprachpirouetten und geistreichen Gefechte rund um die klassische Musik, die er von jeher lieber mit dem Florett denn dem Holzhammer ausführt.

Bei ihm gibt es am Ende meist nur Gewinner. Heute feiert der Großkritiker, der seit 1976 Kritiken und Berichte für die Berliner Morgenpost schreibt, seinen 89. Geburtstag. Die Redaktion gratuliert ihm aufs Herzlichste.

Der gebürtige Berliner, Jahrgang 1924, ist buchstäblich aufgewachsen in den Opernhäusern und Konzerttempeln der Stadt, er veröffentlichte Bücher über den Komponisten Hans Werner Henze, den Pianisten Friedrich Gulda, über Tanzgrößen wie Rudolf Nurejew oder Maurice Bejart. Günter Grass ließ ihn in den „Hundejahren“ als „Kläuschen Geitel“ zur literarischen Figur werden. Geitel moderierte Konzerte und Fernsehporträts und vermittelte in manch kulturpolitischer Streiterei, die es in Berlin immer gab und geben wird. Er gehört noch zu einer Generation von Musikjournalisten, die den vertrauten, fast familiären Umgang mit Künstlern pflegen. Viele davon finden sich in seiner Kolumne „Geitels Geschichten“ wieder.