Bühne

Über 90 Prozent Auslastung bei der Revue „ Show Me“

Friedrichstadt-Palast auf dem Weg zu neuen Rekorden

Superlative gehören beim Friedrichstadt-Palast zum Geschäft, neue Shows müssen irgendwie immer noch größer und spektakulärer sein als die alten. Offenbar kommt das beim Publikum bestens an: Im ersten Halbjahr 2013 hat „Europas größter und modernster Show-Palast“ einen Rekordumsatz von 13 Millionen Euro erzielt. Das sei ein Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, teilte die Bühne am Montag mit. Insgesamt wurden 254.000 Tickets verkauft, knapp 40.000 mehr als im ersten Halbjahr 2012. Die Auslastung stieg auf 90,9 Prozent, das sei ene Zunahme um 14 Prozentpunkte und ist tatsächlich ein ganz beachtlicher Wert, denn das Haus an der Friedrichstraße verfügt über 1895 Plätze und ist sogar größer als die Deutsche Oper.

Damit steuert der FriedrichstadtPalast nach eigenen Angaben bei Gästezahlen und Umsatz „für das Gesamtjahr neue Bestmarken“ an. Eine so hohe Auslastungsquote im normalerweise „schwächeren“ ersten Halbjahr habe die Bühne seit zwölf Jahren nicht erlebt, hieß es. Der Friedrichstadt-Palast stand 2006 noch kurz vor dem Ruin. Mit Berndt Schmidt wurde ein neuer Intendant verpflichtet, ihm gelang mit den Revue-Produktionen „Yma“ und „Show Me“ die Trendwende. Das Revuetheater ist eine landeseigene GmbH, das Land Berlin hat den Palast im vergangenen Jahr mit acht Mio. Euro bezuschusst.

Nach neun Monaten Spielzeit (Premiere war im Oktober 2012) hatte die Revue „Show Me“ über 400.000 Besucher, bei der Vorgängerproduktion „Yma“ waren es im gleichen Zeitraum 62.288 Gäste weniger. Seit vergangenen Freitag ist die Sommerpause am Friedrichstadt-Palast beendet. Zum Jahresende wird die Show „Berlin erleuchtet“, die erstmals 2011 zu sehen war, als Weihnachtsedition wieder aufgenommen, im Januar gibt es die Show als Winteredition. Das junge Ensemble, in dem Kinder für Kinder spielen, stellt im Herbst seine neue Produktion vor: „Keinschneechaos“ hat am 30. November Premiere.