Besucherrekord

600.000 Besucher bei „Nofretete“-Schau im Neuen Museum

Rund 600.000 Besucher sahen die Ausstellung „Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete“, die am Sonntag nach acht Monaten Laufzeit im Neuen Museum zu Ende geht.

Am 6. Dezember 1912 wurde die Büste der Königin Nofretete in Tell elAmarna geborgen. 100 Jahre später nahm das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen dieses Datum zum Anlass, nicht nur der berühmten Büste, sondern der gesamten Amarna-Ära des Königspaars Echnaton und Nofretete eine umfangreiche Sonderausstellung mit rund 1.300 Exponaten zu widmen. Auf Grund des Besucherandranges wurde die Schau bis zum 4. August verlängert.

Den Staatlichen Museen ist nach den früheren Ausstellungen „Gerettete Götter aus dem Palast vom Tell Halaf“, „Pergamon. Panorama der antiken Metropole" und „Gesichter der Renaissance“ nunmehr ein weiterer Besucherrekord auf der Museumsinsel gelungen. Das Begleitprogramm der Ausstellung fand neben zahlreichen wissenschaftlichen Vorträgen vor allem durch die Lesungen des „Sonnenhymnus des Echnaton“ und die mit 1600 Besuchern ausverkaufte Aufführung der Oper „Echnaton“ von Philipp Glass im Flughafen Tempelhof seinen Höhepunkt.

Besonders erfolgreich bei der Besucherbetreuung und der Vermittlung der Inhalte waren museumspädagogische Angebote. Tastobjekte – exakte Repliken neben den originalen Ausstellungsstücken – gaben den Besuchern die Möglichkeit, die ägyptischen Kunstwerke bis hin zur Büste der Nofretete nicht nur durch das Vitrinenglas zu betrachten, sondern in der Kopie wirklich zu berühren. Der Multimedia-Guide, bereits für Kinder ab sechs Jahren konzipiert, machte die Archäologie in Filmen und Spielen zu einem spannenden Erlebnis, in dem das Leben am Nil zur Zeit der Pharaonen tatsächlich lebendig und vorstellbar wurde. Ein für die Ausstellung konzipierter Museumsshop bot rund 200 thematisch passende Produkte zum Thema an.