Verfahren

Jonathan Meeses Anwalt hat Zweifel an Freispruch

Der Anwalt des wegen des Hitlergrußes angeklagten Künstlers Jonathan Meese hält eine Verurteilung seines Mandanten vor dem Amtsgericht Kassel für möglich.

„Nach dem bisherigen Verfahrensverlauf bestehen Zweifel daran, dass das Amtsgericht hier zu einem Freispruch finden wird“, sagte der Berliner Rechtsanwalt Pascal Decker dem „Spiegel“. Meese hatte bei einem Auftritt an der Kasseler Universität im Juni 2012 die „Diktatur der Kunst“ gefordert und zweimal den Arm zu der Geste gehoben. Ihm wird das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen. Der Prozess wird an diesem Montag fortgesetzt. Im Falle einer Verurteilung droht Meese eine Geld- oder Haftstrafe. Anwalt Decker sagte, er sei zuversichtlich, dass spätestens in einer der Folgeinstanzen eine Verurteilung abgewendet werden könne. „Bis zum Bundesverfassungsgericht wird es wohl nicht gehen.“ Meese verwende den Hitlergruß als künstlerisches Stilmittel.