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Gemischte Reaktionen

Der Regisseur Frank Castorf hat mit seiner Neuinszenierung von Richard Wagners „Das Rheingold“ das Publikum nicht begeistern können. Bei der Premiere am Freitag gab es Proteste, kräftige Bravos allerdings auch – die in der Unterzahl blieben. Dem Regisseur scheint das nicht viel auszumachen. Er könne mit den Buh-Rufen gut leben, sagte er am Samstag. „Ich bin ja das Kontroverse gewohnt und versuche auch, es zu erreichen.“ Er habe einen „filmischen Grundansatz“ gewählt, sagte er. Auch habe er „Medien der Moderne“ einsetzen wollen. Beim „Rheingold“wurden die Akteure auf der Bühne gefilmt und auf einer Leinwand gezeigt. „Mir ging es so, dass ich eher auf die Leinwand gucke als auf die Sänger“, sagte Castorf. „Der Sänger muss gegen sein eigenes Bild und Abbild ankämpfen.“

Das Personal Für die Sänger – allen voran Martin Winkler als kräftigem Alberich und Claudia Mahnke als Fricka – gab es am Ende begeisterten Applaus. Besonders gefeiert wurde eine Nebenrolle: Günther Groissböck donnert stimmlich als Riese Fasolt und bekam dafür ebenso viel Applaus wie die Hauptrollen. Die meiste Zustimmung aber heimste der Mann am Pult ein: nämlich Kirill Petrenko.