Architektur

Grundsteinlegung für Erweiterungsbau des Wagner-Museums

Die Neugestaltung des Bayreuther Richard-Wagner-Museums kommt voran.

Einen Tag nach der Festspieleröffnung, bei dem sich viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft eingefunden hatte, wurde der Grundstein für den Erweiterungsbau am Haus Wahnfried gelegt. Dort lebte einst der Komponist Richard Wagner, seit den 1970er Jahren ist dort ein Museum untergebracht. Mit der Sanierung Wahnfrieds und einem Zusatzbau soll das Museum modernisiert werden. „Es ist wunderbar, dass es mit dem Museum vorangeht“, sagte Festspielchefin und Wagner-Urenkelin Katharina Wagner.

Rund 16 Millionen Euro sollen die Maßnahmen kosten. Das Geld sei gut angelegt, sagte Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP). Ein Wermutstropfen: Jetzt, wenn der 200. Geburtstag Wagners gefeiert wird, ist Wahnfried eine Großbaustelle. Die Kritik daran sei berechtigt, räumte Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe ein. Aber das lasse sich nun nicht mehr ändern. Außerdem werde das dann neu konzipierte Museum dazu beitragen, den Status Bayreuths als „die Wagnerstadt schlechthin“ zu festigen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten habe man eine „Musikergedenkstätte von europäischem Rang“ und einen lebendigen Kulturschauplatz, sagte Museumschef Sven Friedrich. Langfristig werde sich der Ärger über das im Jubiläumsjahr geschlossene Haus relativieren.

Festspielgäste, die sich auf dem Gelände von Wahnfried derzeit umschauen, sehen vor allem Bauzäune, Gerüste und schwere Baumaschinen. Immerhin wurde am gestrigen Freitag auch die Wanderausstellung „Götterdämmerung“ eröffnet, die inmitten der Baustelle angeschaut werden kann.

Wagner ließ Wahnfried nahe dem Bayreuther Hofgarten zwischen 1872 und 1874 errichten – mit maßgeblicher finanzieller Hilfe durch Bayernkönig Ludwig II.. Den Namen des Hauses erklärte der Komponist in einer Inschrift am Gebäude: „Hier wo mein Wähnen Frieden fand – Wahnfried – sei dieses Haus von mir benannt.“