Unser Bester: Götz George

Der Vater

Immer wieder wurde er gefragt, immer wieder hat er abgelehnt.

Aber für Nico Hofmann, mit dem er „Solo für Klarinette“ und „Der Sandmann“ gedreht hat, hat er es doch noch getan: Götz George spielt seinen eigenen Vater, im Dokudrama „George“. Er läuft da mit seinem Bruder Jan die Stationen des Vaters ab und verteidigt ihn, was er ein Leben lang getan hat. Aber zugleich spielt er den Vater in Szenen, die dessen Verstrickung mit dem NS-Regime klar aufzeigen. „George“ wird am morgigen Montag auf Arte und Mittwoch im Ersten gezeigt, um Götz Georges Geburtstag herum. Der Film beginnt mit der letzten Begegnung des kleinen Götz mit Heinrich George: mit den vertauschten Rollen eine absurde, aber berührende Szene. Das letzte Wort hat Götz George privat, ein Zwiegespräch mit dem toten Vater: „Hast mich halt immer überholt. Hilft nichts. Warst halt immer besser. Besessener.“