Unser Bester: Götz George

Der Draufgänger

Er glaubt zunächst an einen Scherz.

Götz George spielt Schiller und Shakespeare am Theater, aber dann kommt dieser Berliner Filmproduzent, Horst Wendlandt, und bietet ihm eine Cowboy- und Indianer-Geschichte an. Entrüstet lehnt er ab. Lässt sich am Ende aber doch überreden. „Der Schatz im Silbersee“ ist 1961 der erste Karl-May-Film, der populär in Serie gehen wird. Ein letztes Aufbäumen des Alten Deutschen Films. Drei Mal ist George mit dabei, in „Unter Geiern“ und „Das Halbblut Apanatschi“. Was ihn am Ende gereizt hat, ist das sehr physische, körperbetonte Spiel, das seiner Statur, seiner virilen Art entgegenkommt (und ihm bei anderen Rollen eher im Wege steht). Mit den Wild-West-Filmen holt er auch eine versäumte Kindheit nach.