Museen

Bund unterstützt Erweiterungsbau des Lutherhauses

Nach dem Diebstahl von drei Flugschriften aus dem Eisenacher Lutherhaus sind bei der Polizei noch keine Hinweise auf mögliche Täter eingegangen.

Seit Montagnachmittag haben die Beamten allerdings Kontakt zu den Betreuern der Jugendgruppen, die zur möglichen Tatzeit im Museum waren. Die drei Originaldrucke mit Texten von Martin Luther (1483-1546) wurden am Freitag während der Öffnungszeit aus einer nur wenig gesicherten Vitrine gestohlen.

Unterdessen sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) dem reformationsgeschichtlichen Museum für die geplante Modernisierung und Erweiterung des mittelalterlichen Fachwerkbaus die finanzielle Unterstützung des Bundes zu. Nach Angaben des Museums wurden für die neue Dauerausstellung Bundesmittel von 700.000 Euro beantragt. Für das Vorhaben für insgesamt 3,4 Millionen Euro, das bis 2015 abgeschlossen sein soll, ist am 12. August in Eisenach die Grundsteinlegung geplant.

Trotz des Diebstahls sprach sich der Deutsche Museumsbund dagegen aus, kostbare Originale zum Schutz vor Verlust in Museen nur noch als Kopien zu zeigen. Museen lebten davon, „dass man den Zauber des Originals erleben kann“, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Museumsbundes, Anja Schaluschke. Die Präsentation von Originalexponaten unterscheide Museen etwa von Katalogen oder von digitalen Präsentationsformen. Das Lutherhaus gilt als eines der ältesten noch erhaltenen Fachwerkhäuser in Thüringen.