Jubiläum

Bauhaus plant seinen 100. Geburtstag mit drei Ausstellungen

Unter dem Motto „Die Welt neu denken“ will der Verbund „Bauhaus 2019“ das Jubiläumsjahr als internationales Ereignis feiern.

In zahlreichen gemeinsamen Projekten solle der 100. Jahrestag der bedeutendsten Architektur- und Designschule des 20. Jahrhunderts und ihre heutige Bedeutung erforscht und erörtert werden, sagte Thüringens Kulturminister Christoph Matschie (SPD) am Montag nach der Kuratoriumssitzung in Weimar. Das Bauhaus sei ein Botschafter, der in die ganze Welt hinaus wirke. Schwerpunkt 2019 sei eine dreiteilige Jubiläums-Ausstellung in den Bauhaus-Städten Weimar, Dessau und Berlin.

In Weimar, wo der Architekt Walter Gropius 1919 die einflussreiche Kunstschule gründete, soll die Institution Bauhaus und seine Wirkungsgeschichte im Mittelpunkt stehen. In Dessau, wohin die Schule sechs Jahre später wegen Anfeindungen und mangelnder Unterstützung umsiedeln musste, soll das Utopische der Ideen bis hin zum Alltagsleben beleuchtet werden. Berlin, wo das Bauhaus 1933 auf Druck des NS-Regimes geschlossen wurde, wird die Modellfunktion des Bauhauses in den Blickpunkt rücken. Um die in den vergangenen Jahren gewachsenen Sammlungen angemessen präsentieren zu können, sollen in Weimar und Dessau neue Bauhaus-Museen entstehen und das Museum in Berlin erweitert werden. Das Bauhaus ist eine Weltmarke“, sagte der Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh.