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Beutekunst: Anna-Amalia-Porträt kehrt nach Weimar zurück ++ Literatur: ORF hat „genug Geld“ für Bachmann-Wettbewerb ++ Sprache: Silvia Bovenschen in die Akademie aufgenommen ++ TV-Charts: ARD-„Tatort“ gewinnt zum Saisonende klar

Anna-Amalia-Porträt kehrt nach Weimar zurück

Ein verloren geglaubtes Porträtgemälde der Herzogin Anna Amalia (1739–1807) ist aus Polen nach Weimar zurückgekehrt. Das von Angelika Kauffmann stammende Ölbild aus den Jahren 1788/89 werde zunächst im Stadtschloss gezeigt, teilte die Klassik Stiftung Weimar mit, anschließend werde es die Kopie im Römischen Haus an der Ilm ersetzen. Das Gemälde, das nach Ersten Weltkrieg der großherzoglichen Familie zugesprochen wurde, galt seit 1945 als verschollen. 2011 tauchte es im Auktionshaus Sotheby’s auf.

ORF hat „genug Geld“ für Bachmann-Wettbewerb

In die Proteste zum möglichen Aus für den Klagenfurter Lesewettbewerb hat sich auch die langjährige Jurorin des „Ingeborg-Bachmann-Preises“, Daniela Strigl, eingeschaltet: Der ORF, der sich aus der Veranstaltung zurückziehen will und sie damit gefährden würde, habe genug Geld, ist Strigl überzeugt. Im Deutschlandradio Kultur sagte sie, die 350.000 Euro, die der ORF für die „Tage der Literatur“ rund um den Bachmann-Preis ausgibt, seien eine „lächerliche Summe“. Der Juryvorsitzende Burkhard Spinnen appellierte an den ORF, seine Entscheidung zu überdenken.

Silvia Bovenschen in die Akademie aufgenommen

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat die in Berlin lebende Literaturwissenschaftlerin, Essayistin und Erzählerin Silvia Bovenschen aufgenommen. Bovenschen, 1946 in Oberbayern geboren, promovierte mit einer Arbeit über „Die imaginierte Weiblichkeit“ und hatte den Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Frankfurter Goethe-Universität inne. Sie ist Autorin zahlreicher Essaybände und Studien, darunter „Älter werden“ (Fischer, 2006).

ARD-„Tatort“ gewinnt zum Saisonende klar

Der letzte ARD-„Tatort“-Krimi vor Abschluss der Saison war ganz klar die Nummer eins. 9,02 Mio. Zuschauer (27,3 Prozent) verfolgten den Fall „Letzte Tage“ am Bodensee. Mithalten konnte die ZDF-Komödie „Für immer Frühling“, auf den 4,68 Mio. Zuschauer entfielen. Die Sat.1-Krimiserie „Navy CIS“ schalteten in der ersten Episode 2,78 Mio. ein.