Literatur

Autor Henning Ritter stirbt mit 69 Jahren in Berlin

Der Autor und frühere „FAZ“-Redakteur Henning Ritter starb am Sonntag im Alter von 69 Jahren nach kurzer Krankheit, teilte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ mit.

Ritter war von 1985 bis 2008 verantwortlicher Redakteur des Ressorts Geisteswissenschaften der „FAZ“ und veröffentlichte mehrere Sachbücher.

Für seine im Herbst 2010 erschienenen „Notizhefte“, eine Sammlung philosophischer Gedankenskizzen aus den Jahren 1990 bis 2009, erhielt Ritter 2011 den Preis der Leipziger Buchmesse im Bereich Sachbuch/Essayistik. Im Jahr 2005 wurde er mit dem Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis und dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet. Ritter wurde als Sohn des Philosophen Joachim Ritter 1943 in Seiffersdorf in Schlesien geboren. Er besuchte das Schillergymnasium in Münster, unterbrach seine Schullaufbahn aber für einen zweijährigen Aufenthalt in Istanbul. Später studierte er Philosophie, Kunstgeschichte und Klassische Philologie in Marburg, Heidelberg und Berlin. Seit Anfang der siebziger Jahre war er freiberuflich als Verlagsmitarbeiter, Übersetzer und Autor tätig. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Der lange Schatten“, „Verehrte Denker“ und „Die Schreie der Verwundeten“.