Bühne

Bayreuth setzt den „Tannhäuser“ bereits 2015 ab

Die umstrittene Inszenierung der Richard-Wagner-Oper „Tannhäuser“ fliegt bereits im Jahr 2015 vom Spielplan der Bayreuther Festspiele – und damit ein Jahr früher als eigentlich bei dem Festival üblich.

Die Inszenierung des Regisseurs Sebastian Baumgarten feierte 2011 auf dem Grünen Hügel Premiere – und war von Publikum und Kritik teils heftig kritisiert worden. Weite Teile der Handlung spielen in einer Biogasanlage.

Festspielsprecher Peter Emmerich betonte, trotzdem seien die „Tannhäuser“-Vorstellungen in diesem Jahr ausverkauft. Als Ersatz für den „Tannhäuser“ darf nun die „Lohengrin“-Produktion von Hans Neuenfels 2015 auf dem Spielplan bleiben, sie wird dann im sechsten Jahr gezeigt werden. Bei der Spielplangestaltung für 2015 sei klar gewesen: „Eines der beiden Stücke muss weichen“, sagte Emmerich. Man habe sich für den „Lohengrin“ entschieden. Die Inszenierung werde mittlerweile sehr gut angenommen.

Auch Neuenfels’ Deutung der Oper – er verwendet unter anderem Rattenkostüme – war am Anfang kontrovers diskutiert worden, wurde dann aber nach und nach immer freundlicher aufgenommen. Zudem stehen mit Annette Dasch als Elsa und Klaus Florian Vogt in der Titelpartie Publikumslieblinge auf der Bühne. Die Bayreuther Festspiele beginnen am 25. Juli. Die diesjährige Neuinszenierung ist der „Ring des Nibelungen“.