Kino

Filmfest München beschäftigt sich mit starken Frauen

Das Filmfest München widmet sich in diesem Jahr starken Frauen – vor und hinter der Kamera.

Beispiele sind der Eröffnungsfilm „Exit Marrakech“ von Oscar-Preisträgerin Caroline Link, aber auch Filme wie „Das Mädchen Wadjda“ der Saudi-Araberin Haifaa al-Mansour oder „Mr. Morgan’s Last Love“ von Sandra Nettelbeck. Es seien Filme von 37 Regisseurinnen zu sehen, sagte Festivalleiterin Diana Iljine bei der Vorstellung des Programms. Das Festival zeigt vom 28. Juni bis 6. Juli insgesamt mehr als 170 Werke. Ehrengast ist der britische Schauspieler Sir Michael Caine, der einen Preis für sein Lebenswerk erhält.

Stark vertreten sind auch wieder politische Filme, vor allem aus islamisch geprägten Ländern, wie etwa Mira Nairs „The Reluctant Fundamentalist“ über die zunehmende Radikalisierung in Pakistan. Große Spannung bietet „Only God Forgives“ von „Drive“-Regisseur Nicolas Winding Refn, der dafür wieder mit Ryan Gosling gedreht hat. Außerdem zeigt das Münchner Festival „La Vie d'Adele“ von Abdellatif Kechiche, Gewinner der Goldenen Palme in Cannes, über eine Liebesgeschichte zweier Frauen.

Neu sind in diesem Jahr die Schwerpunkte Serien und Computer-Games. Spieleentwickler stellen unter anderem die Filme vor, die sie bei ihrer kreativen Arbeit inspiriert haben. Und auch Serienfans kommen auf ihre Kosten, etwa bei der Vorstellung von neuen Folgen der Erfolgsserien „Downton Abbey“ und „Mad Men“. Auch neue Fernsehserien feiern Premiere, darunter „Banshee“ über einen Ganoven, der sich als Polizist ausgibt.