Krise

Goethe-Institut engagiert sich stärker in Südeuropa

Das Goethe-Institut will sich vor dem Hintergrund der EU-Krise verstärkt in Südeuropa engagieren.

Neben berufsspezifischen Sprachkursen für Menschen, die in Deutschland arbeiten wollen, will das Institut lokale Initiativen von Künstlern und Intellektuellen unterstützen, wie Präsident Klaus-Dieter Lehmann am Donnerstag in Berlin ankündigte.

Generalsekretär Johannes Ebert betonte, dass in Südeuropa das Interesse an Deutschland nach wie vor groß sei – auch bei Menschen, die sich mit der Bundesrepublik und ihrem eigenen Land kritisch auseinandersetzten.

Das Institut wolle junge Künstler, Intellektuelle und Kulturvermittler zusammenbringen, um gemeinsame Projekte auf die Beine zu stellen. In der europäischen Kulturhauptstadt Marseille werde 2013 erstmals nach den Schließungen in den 90er Jahren wieder eine neue Niederlassung eröffnet.

Das Goethe-Institut ist in 93 Ländern mit 149 Instituten vertreten. Der Löwenanteil des Gesamtetats von rund 365 Millionen Euro kommt vom Auswärtigen Amt.