Recht

Suhrkamp will seine Existenz gerichtlich schützen lassen

Der Suhrkamp Verlag will durch ein sogenanntes Schutzschirmverfahren sein Überleben sichern.

Die Geschäftsführung des Verlages habe beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen entsprechenden Antrag nach dem „Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen“ eingereicht, teilte Suhrkamp mit. Damit will der Traditionsverlag verhindern, dass sein Gewinn an die Anteilseigner ausgeschüttet wird. Dem Antrag sei bereits stattgegeben worden, sagte eine Sprecherin. Um den Verlag tobt seit Jahren ein Machtkampf zwischen den Gesellschaftern. Die Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz hält 61 Prozent der Anteile, der Unternehmer Hans Barlach den Rest. Der Schritt sei die Folge aus dem Urteil des Landgerichts Frankfurt vom 20. März. Danach müssten Forderungen der Gesellschafter von 8,2 Mio. Euro in den Bilanzen berücksichtigt werden.