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Kunst: Teil der Sammlung Rau für 1,7 Millionen Euro versteigert ++ Literatur: „Brand-Lesung“ nach vernichtendem Feuer ++ Film: Jim Jarmusch beklagt Risikoscheu der Produzenten ++ TV-Quoten: Rekord: 21,61 Millionen verfolgten den Bayern-Sieg

Teil der Sammlung Rau für 1,7 Millionen Euro versteigert

Das Auktionshaus Lempertz in Köln hat einen Teil der millionenschweren Kunstsammlung des Stuttgarter Arztes Gustav Rau versteigert. Der Erlös kommt dem Kinderhilfswerk Unicef zugute. Die Versteigerung habe 1,7 Mio. Euro erbracht, sagte Lempertz-Sprecher Edgar Abs. Die versteigerten Bilder machen nur einen kleinen Teil der Sammlung aus. Auch Sotheby's und Bonhams haben Versteigerungsaufträge erhalten. 2001 hatte Rau den größten Teil seiner Kollektion Unicef geschenkt. Er starb 2002.

„Brand-Lesung“ nach vernichtendem Feuer

Nach dem verheerenden Feuer in einer sächsischen Lagerhalle plant der Berliner Verbrecher Verlag für morgen eine „Brand-Lesung“. Bei der Veranstaltung im Kreuzberger Club Monarch soll an die unwiederbringlich zerstörten Werke erinnert werden. Bei dem Feuer Anfang April waren teilweise ganze Auflagen verschiedener Bücher vernichtet worden. „Wir feiern diese Bücher, die es in der Form nicht mehr geben wird“, sagte Verlagsleiter Jörg Sundermeier.

Jim Jarmusch beklagt Risikoscheu der Produzenten

Kultregisseur Jim Jarmusch hat die zunehmende Risikoscheu von Filmproduzenten beklagt. Es habe sieben Jahre gedauert, Unterstützung für seinen neuen Film „Only Lovers Left Alive“ zu finden, den Jarmusch als „Vampir-Love-Story“ bezeichnet. „Es wird immer schwieriger für Filme, die womöglich ein bisschen ungewöhnlich oder weniger vorhersehbar sind oder die nicht jedermanns Erwartungen entsprechen“, klagte Jarmusch.

Rekord: 21,61 Millionen verfolgten den Bayern-Sieg

Das Champions-League-Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund hat einen TV-Rekord aufgestellt. 21,61 Mio. Fußballfans haben am Samstag das Spiel im ZDF verfolgt. Die Live-Übertragung übertraf die magische Marke von 20 Mio., erzielte einen hohen Marktanteil von 61,9 Prozent und ist nun das meistgesehene Fußballspiel mit Vereinsmannschaften in Deutschland. Davon profitierte auch das „heute-journal“ in der Halbzeitpause mit 18,21 Mio.