Expressionismus

Pechstein-Aquarelle als Nazi-Raubkunst anerkannt

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben erneut drei Kunstwerke als Nazi-Raubkunst anerkannt.

Dabei handelt es sich um zwei Aquarelle des Expressionisten Max Pechstein und um ein Gemälde von Narcisse Virgilio Diaz de la Pena (1807-1876) aus der Schule von Barbizon. Die Pechstein-Bilder gehörten dem jüdischen Kunsthistoriker Curt Glaser aus Berlin, der 1933 in die USA emigriert und dort gestorben war, teilten die Staatsgemäldesammlungen mit. „Die verletzte Eurydike“ von Diaz de la Pena stammt aus der Sammlung der jüdischen Hamburger Bankiersfamilie Behrens.

Alle drei Werke bleiben trotz der Restitution vorerst in München. Die Erben der Pechstein-Aquarelle wurden entschädigt. Das Bild von Diaz de la Pena wurde dem Haus nach dem Willen der Familie für zehn Jahre als Dauerleihgabe überlassen. Glaser hatte seine umfassende Kunst- und Graphiksammlung vor seiner Ausreise 1933 versteigern müssen, darunter auch die beiden postkartengroßen Aquarelle. Sie gingen zuerst an die Nationalgalerie in Berlin, wurden dann 1937 als „entartete Kunst“ beschlagnahmt. Über das Ehepaar Fohn kamen die Bilder schließlich 1964 nach München.