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Zwei Frauen allein in Cannes

Auf zur CroisetteDer deutsche Film in Cannes: Das ist eine Geschichte der Ignoranz und der Enttäuschung. Nur selten erfährt ein Film made in Germany die Gnade, in den Wettbewerb aufgenommen zu werden. In Nebensektionen und beim Kurzfilm ist der deutsche Nachwuchs dagegen regelmäßig vertreten. Im vergangenen Jahr etwa konnte der Wahlberliner Eicke Bettinga seinen 14-Minüter „Gasp“ vorstellen. Vor zwei Jahren hat die bulgarische dffb-Absolventin Doroteya Droumeva für ihren Kurzfilm „Der Brief“ den Hauptpreis des Kurzfilmprogramms Cinéfondation erhalten. Damit ist nicht nur ein Preisgeld von 15.000 Euro verbunden, sondern auch eine Einladung nach Cannes mit dem ersten Langfilm.

In diesem Jahr nun zeigt die gebürtige Russin Daria Belova, ebenfalls dffb-Absolventin, in der Reihe Semaine de la Critique ihren 30-Minüter „Komm und spiel“. Und in der Sektion Un Certain Regard stellt die Hamburger Regiedebütantin Katrin Gebbe ihren 90-minütigen Spielfilm „Tore tanzt“ vor. Die Hoffnungen des deutschen Films ruhen also auf zwei jungen Frauen.